Aftermarket-Lexikon
On-Board-Diagnose (OBD-II) — standardisierte Fahrzeugschnittstelle zur Diagnose, über die Fehlercodes ausgelesen und Systemzustände geprüft werden. Seit 2001 (Euro 3) Pflicht.
Die On-Board-Diagnose ist ein standardisiertes System zur Überwachung und Diagnose von emissionsrelevanten Fahrzeugkomponenten. Der OBD-II-Standard wurde 2001 mit der Euro-3-Norm für alle Benziner und 2004 mit Euro-4 für Diesel in der EU verpflichtend. Über die genormte 16-polige Buchse (meist unter dem Armaturenbrett) können Werkstätten mit Diagnosegeräten Fehlerspeicher auslesen, Live-Daten anzeigen und Readiness-Codes prüfen. OBD bildet die Basis für die Abgasuntersuchung (AU) und ist unverzichtbar für die moderne Werkstattarbeit. Zunehmend wird OBD auch für Telematik-Anwendungen und Ferndiagnose genutzt.
HU/AU
Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung (umgangssprachlich TÜV) — gesetzlich vorgeschriebene Fahrzeugprüfungen in Deutschland, die regelmäßig durchgeführt werden müssen.
CAN-Bus
Controller Area Network — das wichtigste Bussystem zur Vernetzung von Steuergeräten im Fahrzeug, das die Kommunikation zwischen elektronischen Komponenten ermöglicht.
ECU/Steuergerät
Electronic Control Unit — elektronisches Steuergerät im Fahrzeug, das bestimmte Funktionen regelt (z.B. Motorsteuerung, ABS, Airbag, Getriebesteuerung).
Ferndiagnose
Remote-Diagnose über Telematik-Verbindung — ermöglicht die Fahrzeuganalyse aus der Ferne über OBD-Dongles, Telematik-Module oder herstellereigene Systeme.